Mountainbike Typen: die 6 wichtigsten MTB-Stile erklärt
Mountainbike Typen: Cross Country, Trail, Enduro, Downhill, Fatbike und Dirtbike: die verschiedenen Mountainbike-Stile und wann du welchen Typ wählst.
Die verschiedenen Typen und Stile von Mountainbikes:
- Cross Country – schnell, leicht und wendig
- Trail – Allrounder für bergauf und bergab
- Enduro – ein echter Abfahrer, mit dem du auch bergauf fahren kannst
- Downhill – ein reiner Abfahrer, du fährst mit dem Lift nach oben
- Fatbike – extra breite Reifen für lose Untergründe
- Dirtbike – für Bikeparks mit vielen Sprüngen
In diesem Ratgeber zum Thema Mountainbike Typen erfährst du alles Wichtige. Das Cross Country oder XC Mountainbike ist der effizienteste Typ für flaches und bergauf Fahren. Das Trail-Bike ist ein echter Allrounder und wird in Ländern mit Bergen am häufigsten verwendet. Unten findest du eine kurze Beschreibung mit Foto jedes Typs. Die verschiedenen Mountainbike-Typen sind in der Regel am einfachsten am Federweg zu erkennen (wie viele mm die Federung einfedern kann), weshalb wir für jede Kategorie eine Angabe machen.
Wenn du wissen möchtest, welcher Mountainbike-Typ und welches Modell am besten zu deinen Radsportzielen passt, probiere unser Online-Bikefit aus. Wir stellen dir eine Reihe von Fragen zu deiner Bikeerfahrung, deinen Zielen und Körpermaßen. Basierend auf diesen Informationen beraten wir, welches Mountainbike am besten zu dir passt.
Cross Country Mountainbikes

Beim Cross Country Mountainbike (XC) liegt der Schwerpunkt auf einem schnellen, leichten und wendigen Rad. Die Bandbreite in diesem Segment ist sehr groß. Die besseren XC-Bikes sind ideal für Rennen auf den meisten Mountainbike-Trails. Die günstigeren Modelle eignen sich eher für Einsteiger oder für die Nutzung auf einfachen Wegen oder auf der Straße.
Die meisten XC-Mountainbikes haben nur eine Vorderradfederung, auch Hardtail genannt. Es gibt aber auch eine große Auswahl an XC-Mountainbikes mit Vorder- und Hinterradfederung (Fully). Ein Fully ist etwa 1.000 € teurer als ein vergleichbares Hardtail. Die Vorteile eines Fully sind: mehr Grip und Kontrolle, mehr Komfort und weniger Ermüdung auf langen Touren. Die Nachteile sind die höheren Kosten für Kauf und Wartung sowie das höhere Gewicht von 0,6 bis 1 kg. Der Federweg eines XC-Mountainbikes liegt typischerweise zwischen 80 und 120 mm.
Das XC-Mountainbike ist das Rad für alle Arten von Wettkämpfen, bei denen der Schwerpunkt auf schnellem Fahren liegt (nicht auf Sprüngen, Tricks oder schnellen Abfahrten). Beispiele sind lokale Cross-Country- oder Strandrennen, die XC-Weltcup-Wettbewerbe und lange mehrtägige Marathonwettbewerbe wie das Cape Epic.
Trail Mountainbikes

Trail Bikes sind als Allrounder unter den Mountainbikes konzipiert. Es ist daher der meistverkaufte Mountainbike-Typ in vielen Ländern mit Bergen. Mit einem Trail Bike kannst du sowohl gut klettern als auch aggressiv abfahren. Ein Trail Bike ist etwas schwerer und weniger wendig als ein Cross Country Mountainbike. Dafür ist das Trail Bike robuster und stabiler in der Abfahrt.
Suchst du ein robustes Rad oder möchtest du anspruchsvolle Bergtouren machen, dann könnte ein Trail Bike die richtige Wahl für dich sein.
Fast alle Trail Bikes haben Vorder- und Hinterradfederung (Fully), aber es gibt auch eine begrenzte Anzahl von Modellen mit nur Vorderradfederung (Hardtail). Wähle ein Hardtail, wenn du nicht das Budget für ein Fully hast oder wenn du die zusätzliche Herausforderung suchst, ohne Hinterradfederung abzufahren. Der Federweg eines Trail Bikes variiert in der Regel von 120 bis 150 mm. Es gibt keine spezifischen Renndisziplinen für Trail Bikes.
Enduro Mountainbikes

Das Enduro Mountainbike ist für anspruchsvolle schnelle Abfahrten gemacht. Im Gegensatz zu einem Downhill Mountainbike (siehe unten) kannst du mit einem Enduro-Bike auch bergauf fahren. Enduro Mountainbikes haben immer Vorder- und Hinterradfederung mit einem Federweg zwischen 150 und 170 mm.
Enduro-Wettkämpfe haben ein spezielles Design: Das Wettbewerbselement ist die Zeit, die du für eine Reihe technischer Abfahrten brauchst. Zwischen diesen aufeinanderfolgenden Abfahrten musst du selbst zum nächsten Startpunkt hochfahren. Die Zeit dafür zählt nicht für das Rennen, solange du innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits für jeden Anstieg bleibst.
Verwechsle Enduro nicht mit Ausdauer für lange Mountainbike-Touren. Du möchtest keinen Mountainbike-Marathon auf einem Enduro-Bike fahren. Wähle dafür ein Cross Country Bike.
Downhill Mountainbikes

Bei Downhill (auch bekannt als Gravity) geht es um eines: so schnell wie möglich bergab fahren. Alles an diesen Rädern wurde optimiert, um technisch anspruchsvolle Abfahrten so schnell wie möglich zu bewältigen. Daher sind diese Räder sehr robust und schwer und haben eine Sattelposition, die ideal für die Abfahrt geeignet ist. Bergauf zu fahren ist auf diesen Rädern eine Herausforderung. Deshalb fährst du mit einem Skilift oder Auto nach oben.
Für Downhill solltest du einen Integralhelm und Körperschutz tragen. Ein Downhill-Bike hat natürlich Vorder- und Hinterradfederung (Fully), mit dem größten Federweg aller Mountainbike-Typen (170 – 210 mm).
Downhill ist eine spezielle Wettkampfdisziplin für Mountainbikes, bei der es nur ums Abfahren geht.
Fatbikes

Fatbikes haben extrem breite Reifen, mit denen sie problemlos über lose Untergründe wie Sand und Schnee fahren können. Diese Räder sind beliebt bei Abenteurern, die gerne abseits der Wege fahren, und bei Menschen, die etwas anderes suchen – mit hohem Spaßfaktor oder toughem Erscheinungsbild.
Die meisten Fatbikes haben keine Vorder- oder Hinterradfederung (Rigid), weil die dicken Reifen die meisten Unebenheiten absorbieren können.
Dirtbikes

Dirtbikes ähneln großen BMX-Rädern und sind für den Einsatz in sogenannten Bikeparks mit Jump- und Pumptracks gemacht. Es sind kompakte, starke Fahrräder, ohne oder mit kurzer Vorderradfederung, und oft nur mit einem Gang ausgestattet. Der Sattel ist sehr niedrig und dient nur zum Ausruhen.
Da das Rad kompakt ist und sehr wenig Federung hat, lenkt es sehr direkt. Perfekt für Tricks und Sprünge, aber weniger geeignet für längere Touren im Wald.
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